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Dieser Text ist eine Glosse! Das bedeutet, dass es eine meinungsäußernde journalistische Darstellungsform ist. Hierbei wird satirisch ein aktuelles Thema des Tages aufs Korn genommen. Sie zeichnet sich durch Eleganz in der Formulierung und überraschende Pointen aus, dabei ist ein beliebtes Mittel die Ironie, welche aber leicht zur Quelle von Missverständnissen werden kann.
Ein Wochenende voller Chaos
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Letztes Wochenende fand das 7. internationale Schlittenhunderennen statt. Der geübte Betrachter suchte sofort die Internationalität in diesem Rennen. Nach längeren Suchen wurde klar, dass die Internationalität bei den Hunden zu suchen war. Der Sibirien Husky und die Samojeden vertraten die russische Seite wobei der Alaskamalamut die amerikanische Seite der Internationalität vertrat. Lediglich ein am Straßenrand abgestelltes niederländisches Fahrzeug sorgte für Verwirrung. Viele suchten die Internationalität in diesem Fahrzeug, doch andere sahen eine Terrorgefahr und fürchteten einen Anschlag bei dem Großereignis. Unzählige Starter unzähligen Hunden wollten beim Rennen dominieren, wollten sich in die Geschichtsbücher einschreiben oder in den Jagdgründe eingehen, doch dominiert hat nur ein Hund. Von diesem Hund spricht nun das gesamte Volk der Musher. Es handelt sich um einen Schäferhund vom Ortsausgang von Westerhausen. Eine Psychoanalyse des Hundes hat ergeben, dass er eine schwere Kindheit hatte und er nun verwahrlost. Er verdrängte seine Frühgeschichte und rannte am Zaun neben den Schlittenhunden her und rief ihnen zu, dass sie ihn mitnehmen sollen. Ein weiterer Höhepunkt am Wochenende war, dass eine neue Volkssportart entstanden ist. Zurzeit wird nur noch ein Name für die Sportart gesucht. Dabei muss der Athlet in der Nacht bei Eiseskälte die Gasflasche am Wohnwagen wechseln. Hierbei trennt sich die Spreu vom Weizen, denn entweder wurden von einer leeren Falsche zu einer ebenfalls leeren Flasche gewechselt oder geübte Athleten wechselten gleich auf eine volle Gasflasche. Deshalb kam es vor, dass bestimmte Athleten mehrmals auf dem Musherplatz in der Nacht gesehen wurden. Die Hiobsbotschaft aber verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Steffen Thies, der erste Vorsitzende des MSA e.V. gab seinen Rücktritt bekannt. Er monierte zu spätere und feuchte Stunde, dass es zu stressig sei und dass das Chaos jedes Jahr potenziell zunähme. Er meinte, dass er keinen Bock mehr habe und diese Nachricht rannte durch das Musherlager, wobei man annehmen konnte, dass die Hundebesitzer nun ein neues Spiel verfolgten. Sie spielten das Spiel der verschwiegenen, ruhigen Briefzustellungsgesellschaft. Zunächst wurde die Nachricht vom ehemaligen Vereinsvorsitzenden weitergeben. Am Ende der Kette, die die Form eines Kreises angenommen hat, rannte die Nachricht um, dass der Verein kein Rennen mehr veranstalten möchte. Nun bleibt es beim Verein das Ruder wieder rumzureißen, den Rücktritt anzuerkennen und einen neuen Vorsitzenden zu wählen. Wenn man das Wochenende genau betrachtet hat, kann nur ein dominierendes Lebewesen diesen Posten besetzen. Der Schäferhund vom Ortsausgang. Dann können sich die Musher auch nicht über das Hundewetter beschweren. Denn nach dem Schlittenhunderennen kam der Schnee und mit dem Schnee nahm das Chaos seinen Lauf, seinen Lauf auf den Straßen.
Wie anfangs erwähnt, ist es ein ironischer Text und man soll nicht alles ernst nehmen. Der Vorsitzende tritt weder zurück noch hört der Verein auf Rennen zu veranstalten!
verfasst von Matze
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