Schlagzeilen

Husky aus dem Tierheim zu vergeben

Das ist eine Anfrage von Monika Reyer

weiterlesen

 
Ein paar Termine stehen auch schon fest. Hier der Link: Termine
 

Statistiken

Benutzer : 12
Beiträge : 26
Weblinks : 14
Seitenaufrufe : 16954

Sponsoren

Banner
Banner
Banner
Start MSA und Presse Mit Grisu, Anakin und den anderen durch den Schnee flitzen
Mit Grisu, Anakin und den anderen durch den Schnee flitzen PDF Drucken E-Mail

Ein Hauch von Sibirien: Zahlreiche Schlittenhundegespanne fegten über das Feldbergplateau

SCHMITTEN (mg). Ein Hauch von Alaska schwebte gestern früh über das sonnige Feldbergplateau. Heulende Huskys und Alaska-Malamuten warteten aufgeregt, um von ihren Mushern (Schlittenhundeführer) vor den Schlitten gespannt zu werden. Endlich konnten die Musher ihre vierrädrigen Trainingswagen getrost zu Hause lassen und ihre Schlitten ausprobieren, die normalerweise selten im Taunus zum Einsatz kommen - unter den wachsamen Kameras des Hessischen Rundfunks. Die dicke Schneedecke und beste Temperaturen um die minus 10 Grad Celcius mussten einfach ausgenutzt werden. Viele spannten erstmals nur zwei Hunde davor, denn so ein leichter Schlitten muss auch gelenkt, gebremst und gefahren werden können. Dass dies nicht ganz so einfach ist, wie es aussieht, musste Musher Markus "Maggus" Kohn aus Eschborn am eigenen Leib erfahren. Er nahm eine Kurve zu schnell, verlor das Gleichgewicht und der Schlitten kippte um. Glücklicherweise blieben seine Hunde Grisu und Anakin nach ein paar Metern von selbst stehen, während seine Frau Petra auch schon zur Hilfe eilte. Sie sortierte die Zugleinen, damit sich die Hunde an den Läufen nicht verletzen und stellte beide wieder in die richtige Position, die natürlich gleich weiter auf die Strecke wollten.
Der Hessische Rundfunk ließ sich das Spektakel nicht entgehen und filmte die Musher in ihren warmen Anzügen, welches gestern bei "Alle Wetter" um 19.15 Uhr gesendet wurde. Im Laufe des Vormittags wurde es aber mit Wanderen und Ausflüglern auf den Wegen zu eng und das Fernsehteam zog es vor, im ruhigen Wald weiterzufilmen. Der Parkplatz Windeck, der nur ein paar hundert Meter unterhalb des Feldbergs liegt, eignete sich wunderbar, um noch schöne Bilder einfangen zu können.
Wieder wurden die Schlitten gerichtet, die Hunde angeschirrt und los gings. Sonja Thomsen aus Eppenhain wählte ein Fächergespann nach dem Vorbild der Eskimos für ihre sibirischen Huskys Cody und Silver. Bei dieser Anspannung werden die Hunde nicht am Halsband miteinander verbunden, sondern laufen jeder für sich an der Zugleine. Stolz ist Thomsen besonders auf Silver, den sie aus dem Tierheim Fechenheim holte. Er wurde an einem Einkaufszentrum ausgesetzt. Jetzt erhält er den Auslauf, den er immer wollte und brauchte. Kohn nam den Ortswechsel zum Anlass, seine Hunde auszutauschen. Diesmal durften sich Tornado und Aisha vor dem Schlitten auf gerader Strecke austoben. Sehnsüchtig schaute Epona, eine acht Monate alte Huskyhündin, den anderen hinterher. Herrchen Michael Fuhrmann aus Bad Homburg nahm die Gelegenheit wahr, ihr die Welt des Schlittenhundesports schmackhaft zu machen. Damit auch junge oder unerfahrene Hunde Schlittenhundeluft schnuppern durften, spannte Rolf Münch aus Usingen neben seinem erfahrenen elfjährigen Chinook abwechselnd den Nachwuchshund Calimero von Ralf Nickel oder die Malamute-Mix-Hündin Laska von Michèle Götz vor den Schlitten.
So wie die Hunde in Harmonie miteinander liefen, wurde auch unter den Mushern heißer Tee oder Kaffee brüderlich untereinander verteilt, denn alle sehen sich spätestens vom 20. bis 22. März zum zweiten Musher-Convention auf dem großen Feldberg wieder.